Erste Hilfe

Sachliche Voraussetzungen

Hier sieht man einen grün-weißen Zettel, auf dem Notizen zu Notrufnummern gemacht wurden.

Erste-Hilfe-Material
In jeder Einrichtung muss ein Verbandkasten C nach DIN 13157 vorhanden sein. Bei Ausflügen, Wanderungen ist entsprechendes Erste-Hilfe-Material mit zu nehmen. Ergänzend zu den Verbandmaterialien sind Kältepacks zur Kühlung bei Prellungen etc. sinnvoll. Zum Verbandkasten gehört auch ein Verbandbuch* (GUV-I 511.1), in das Erste-Hilfe-Maßnahmen eingetragen werden. 
Erste-Hilfe-Einrichtungen sind entsprechend zu kennzeichnen (weißes Kreuz auf grünem Grund/ GUV-I 8577).

Meldeeinrichtung
In der Kindertagesstätte muss während der Öffnungszeiten ein jederzeit zugängliches Telefon vorhanden sein (bei Ausflügen sollte ein Handy mitgeführt werden). In unmittelbarer Nähe des Telefons sollten die Nummern von Notruf, Giftzentrale, Ärzten, Taxizentrale sowie die Namen der ErsthelferInnen vorhanden sein. Zur Unterstützung kann hierbei das Notrufnummernverzeichnis* (GUV-SI 8020) dienen. 

* Verbandbuch, EH-Kennzeichnung, Notrufnummernverzeichnis sind kostenlos bei der Unfallkasse Hessen erhältlich

Personelle Voraussetzungen

Erste-Hilfe-Lehrgänge (Aus- und Fortbildungen)
Pro Kindergruppe muss nach § 26 DGUV Vorschrift 1 ein Ersthelfer je betriebener Kindergruppe zur Verfügung stehen. Die Gebühren der erforderlichen Erste Hilfe-Lehrgänge werden von den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen. Die zur Durchführung von Erste Hilfe-Lehrgängen ermächtigten Stellen (www.bg-qseh.de) bieten 9 Unterrichtseinheiten umfassende Erste Hilfe-Aus- und Fortbildungen sowie Erste Hilfe-Aus- und Fortbildungen in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder an. Weitere Informationen zur Ersten Hilfe sowie zur Antragstellung finden Sie hier.

Verhalten nach einem Unfall

  • Bagatellverletzungen werden z.B. mit einem Pflaster versorgt und in das Verbandbuch eingetragen. Die Erziehungsberechtigten sind über die Verletzung zu informieren, eine Unfallanzeige ist nicht erforderlich.
  • Leichte Verletzungen mit vermutlich kurzer Behandlungsdauer sind dem nächst gelegenen Arzt vorzustellen. Eine Unfallanzeige muss erstellt werden. Der Transport kann z.B. mit einem privaten KFZ oder Taxi erfolgen.
  • Schwere Verletzungen müssen einem sogenannten Durchgangsarzt vorgestellt werden. Das kann ein niedergelassener Arzt aber auch die Unfallabteilung einer Klinik sein. Bei schweren Verletzungen kann ein Transport mit dem Rettungswagen erforderlich sein.