Raumakustik in Schulen und Kindertageseinrichtungen

Informationsveranstaltung der Unfallkasse Hessen vom 30.05.2017

Das Thema Lärm in Bildungsstätten bleibt hochaktuell. Stress durch Lärm ist einer der wichtigsten Belastungsfaktoren von pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften. Schlechte Sprachverständlichkeit in Bildungseinrichtungen erschwert Lernprozesse in erheblichem Ausmaß. Mit der Neufassung der DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen“ im März 2016 sowie weiteren vorgesehenen Regelwerksänderungen werden die Planer und Betreiber von Schulen und Kindertagesstätten vor neue Herausforderungen gestellt.

Für Beschäftigte, die bei Trägern von Schulen und Kindertageseinrichtungen mit der Planung, dem Bau oder der Sanierung/Instandhaltung beauftragt sind, fand am 30. Mai 2017 in Frankfurt eine Fachveranstaltung statt.

Ziel dieser Veranstaltung war es, die mit der Umsetzung betrauten Personen mit den nötigen Informationen und Hinweisen für die Praxis unterstützen.

Ruhe! Jetzt!

sokaeiko / pixelio.de

Welche Erzieherin, welcher Erzieher hat am Ende eines Arbeitstages nicht schon mal die Erfahrung gehabt, dass einem die Ohren "klingeln"? Kinder können zuweilen recht laut sein. Viele geben sich damit ab, dies als scheinbar unvermeidbares Berufsrisiko anzusehen. Dabei ist Lärm gerade in der Kita eines der größten arbeitsmedizinischen Probleme mit oft irreparablen Schädigungen. Die Gesundheitsschäden können dabei sehr vielfältig sein. Grundsätzlich sind dabei die Schäden am Gehör selbst und die psychischen Auswirkungen einer dauernden Lärmbelästigung zu berücksichtigen.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie näheres über Grundlagen von Lärm, dessen Wirkung und wie Lärm mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden kann. 

Lärm und seine Bedeutung für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen

Lärm beeinflusst unsere Konzentrationsfähigkeit und unsere Aufmerksamkeit, Lärm stört die Kommunikation, Lärm kann krankmachen.

Aber was ist eigentlich Lärm...?

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Wirkungen von Lärm

Die vielfältigen Wirkungen von Lärm auf den Menschen können in zwei große Gruppen eingeteilt werden. Das ist einmal die Gruppe der auralen Wirkungen, diese betreffen direkt das Gehörorgan und führen zu einer Beeinträchtigung oder sogar dem Verlust des Hörvermögens. Die extraauralen Lärmwirkungen dagegen beeinträchtigen und schädigen den Menschen auf andere Weise.

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Physikalische Grundlagen

Lärm, Geräusche, Klänge sind nichts als Schall, der unser Ohr erreicht. Schall sind mechanische Schwingungen eines elastischen Stoffes, die sich wellenförmig ausbreiten. Damit Schall entstehen und sich ausbreiten kann, bedarf es einer Schallquelle und eines Stoffes, in dem sich der Schall ausbreiten kann.

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Der Hörvorgang

Zum Gehör zählen die Ohren als Sinnesorgane aber auch die Strukturen von Nerven und Gehirn, die der Weiterleitung und Auswertung der akustischen Signale dienen.  Das Hören nimmt in vielerlei Hinsicht eine besondere Stellung unter den Sinnen ein. Die Augen können wir schließen, wenn wir etwas nicht sehen möchten. Die Ohren sind jedoch immer auf Empfang, selbst im Schlaf.

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Optimierung der Raumakustik

Soll insebsondere eine der Sprachentwicklung von Kindern förderliche Umgebung geschaffen werden, sollen die Arbeits- und Entwicklungsbedingungen gesundheitsförderlich und stressarm gestaltet werden, bedarf es einer optimierten Raumakustik.
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Pädagogische und andere Maßnahmen

Wenn die dargestellten baulichen Veränderungen nicht ausreichen, können auch pädagogische und organisatorische Maßnahmen wichtig werden. Dabei sollte ein wesentliches Augenmerk zunächst auf die Sprechlautstärke von Kindern und Erzieherinnen und Erziehern gerichtet werden.
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